„Bachstube“

In die Zeit des Hoteldirektors Carl Vetter fällt die Einweihung der so genannten „Bachstube” im Jahre 1939, also ein Jahr nach der Eröffnung des Neubaus des Hotels „Elephant“. Die „Bachstube” wurde als Weinstube – dem damaligen Zeitgeist entsprechend – im „Heimatstil“ im Erdgeschoß des „Erbprinzen“ eingerichtet. Sie befand sich exakt über Bachs Weinkellern. Hier hingen Portraitbilder Johann Sebastian Bachs und seiner zwei bedeutenden in Weimar geborenen Söhne, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel. Sie war somit die erste Weimarer Bachgedenkstätte. Möglicherweise wurde die Einrichtung der „Bachstube“ durch das 1907 in Eisenach eröffnete „Bachhaus“ angeregt.
Im Zweiten Weltkrieg wird das Hotel „Erbprinz“ durch Bombardierungen schwer beschädigt, die „Bachstube“ stellt man jedoch bald wieder her, denn es wird ein großer Speiseraum für die in Weimar stationierten Offiziere der russischen Armee benötigt.