Ausschlaggebend für die Gründung war und ist die Existenz eines weltweit singulären Kulturgutes und Bach-Ortes in Weimar: der heute einzigen urkundlich gesicherten Wohnstätte Johann Sebastian Bachs und seiner Familie (ehemals auch Leipzig, dort jedoch 1904 abgerissen und heute fremd überbaut). Die baufälligen überirdischen Teile des ehemaligen Weimarer Bachhauses wurden im letzten Winter vor der Wende 1988 abgerissen. Die originalen und durch das Thüringer Denkmalschutzgesetz geschützten Renaissance-Kellergewölbe und Grundmauern sind in Weimar jedoch unterirdisch vorhanden. Diese werden seit 1988 von einem Parkplatz überdeckt: ein Status, der 20 Jahre nach der Wende Veränderung nahelegt.
Denn:
Einzig dieser Ort transportiert heute authentisch: hier komponierte
Johann Sebastian Bach.
Im Weimarer Bachhaus entstand ein Großteil des Bachschen Orgelwerkes, Frühfassungen der „Brandenburgischen Konzerte“, über 30 Kantaten, zahlreiche Solowerke für Cembalo (darunter die „Chromatische Fantasie und Fuge“), sowie Teile der Partiten für Violine Solo. Seine berühmten Söhne Wilhelm Friedemann (* 22.11.1710) und Carl Philipp Emanuel (* 8.3.1714) wurden hier geboren.
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